Feste

Mittwoch, 1. August 2007

Lughnasad im Felsenmeer

Habe letzten Samstag einen Ausflug zusammen mit einer guten Freundin und ihrer Mutter ins Felsenmeer bei Reichenbach in Hessen gemacht. Dort haben wir Lughnasad/Lammas gefeiert. Es war sehr schön dort. Ich hatte sogar eine Binderune erstellt und wir wollten diese auch laden und über Nacht gezeichnet lassen, doch leider vergaßen wir dies. Naja es war nicht so schlimm. Wir fanden trotz des anfangs leichten Regens einen alten Kiosk der schon lange zu war und dort machten wir unser Lager. Dann liefen wir auch ein wenig durch die Gegend und all die Wesen der Natur und Elemente wurden angerufen um uns im Ritual zu begleiten und uns zu beschützen. Dann aßen wir etwas und gingen hoch auf ein kleines Felsplateau, dort hatten in der Umgebung die Felsen witzige Formen angenommen, einer sah z.B. aus wie ein nackter Po der nach oben gestreckt wurde und ein andrer wie eine riesige Robbe. Als wir auf dem Plateau standen entzündeten wir die Kerzen und brachten alles in Vorbereitung. Meine gute Freundin breitete ein Ritualtuch auf dem Boden aus und legte darauf ihr Athame, einen Kelch mit Wasser, ein Pentakel und einen kleinen Stab. Dann wurde geräuchert und die Räucherschale herum gereicht. Es ging dann auch los. Sie zog einen Kreis mit ihrem Athame und rief in alle 4 Himmelsrichtungen die verschiedenen Elemente an. Dann sangen wir ein wenig und riefen danach die Götter an und opferten ihnen. Ich opferte dabei den germanischen Göttern und meinen Ahnen und den anwesenden Geistern und die andren beiden opferten ihren Göttinnen und wie ich den Ahnen und anwesenden Geistern. Wir nahmen eine recht rege Präsenz von vielen Seiten wahr. Es schien mir als wären viele Götter gekommen, selbst Widar erschien was mich sehr fröhlich stimmte. Von den anwesenden Geistern hatte ich das Gefühl hier und dort immer Feen und Elfen hin und herhuschen zu sehn. Dann war da noch so ein Riese, der bestimmt eine Größe von mindestens 10 Metern oder so hatte. Er schien ein Geist dieses Waldes zu sein und sah auch recht waldig aus, keine Ahnung wie ich das beschreiben soll. Wir meditierten auch dann noch. Die Mutter der Freundin führte diese Meditation in der wir eine lange Treppe hinunter gingen und am Ende der Stufen durch eine Tür traten. Auf der andren Seite sollten wir eine Vision empfangen. Ich sah dabei merkwürdigerweise nur Würfel, einmal mit nem Karomuster drauf anstatt von Zahlen, ein andernmal Herzmuster, dann viele Würfel mit Blauen Streifen und Schachbrettmuster auch in Blau und Weiß. Wir erzählten uns noch ein wenig auch von Sagen und so und machten auch Scherze und es war eine sehr angenehme Stimmung. Dann wurde der Kreis auch schon wieder geöffnet und wir gingen wieder zu unsrem Lager, es war bereits dunkel geworden und wir fanden den Weg gar nicht und stolperten so über die Felsen und nach einer Weile und einem größeren Umweg erreichten wir wieder unser Lager wo wir uns langsam zum Schlafen hinlegten. Wir konnten net wirklich gut schlafen und ruckten nahe beisammen um uns gegenseitig zu wärmen. Wir machten noch ein paar Witzeleien und erzählten uns noch dies und das. Ein paar Mal gelang es mir ein wenig Einzunicken. Doch bald war ich schon wieder wach. So verging dann auch die Nacht und gegen 6 Uhr morgens standen wir auf und räumten das Lager und fuhren wieder heim. Alles in Allem kann ich sagen, es war ein schöner Tag da und ich will auf jeden Fall nochmal dorthin vorallem um die Binderune die ich erstellt hatte anzuwenden und aus zu probieren.

Dienstag, 1. Mai 2007

Ein tolles Wochenende

Als ich am Freitag los fuhr Richtung Freiburg war ich noch ein wenig enttäuscht, da der Umhang auf den ich wartete noch nicht angekommen war. Doch diese Enttäuschung war nicht von langer Dauer! Am Abend traf ich dann in voller Gewandung eine äußerst hübsche und liebenswerte Frau am Freiburger Hauptbahnhof und von dort ging es weiter in Richtung Lörrach (dort in der Gegend war auch meine Schlafmöglichkeit übers Wochenende). Kurz nach dem Eintreffen kamen auch schon 2 weitere Gesellen für die nächsten Tage frisch aus Köln an. So gingen wir dann in voller Gewandung am Samstag zum Mittelalterspektakel in Bad Säckingen. Da ich eine Tasche suchte um meine Wertsachen immer bei mir zu tragen, kaufte ich mir dort auch gleich eine samt einer Mütze und einer riesigen Menge Bier, die ich nicht mitnahm sondern dort fröhlich soff. Die Bands dort waren einfach spitze und es war eine sehr heitere Stimmung auf dem großen Treiben dort. Am Abend rauchten wir noch genüsslich eine Shisha, war das lecker. Am Sonntag gings auch gleich weiter und ich kaufte mir ein Sax. Am Abend wurd es dann richtig lustig, da wir bei meiner Gastgeberin im Garten grillten und ein kleines Blot abhielten. So begann ich halt und hielt das Horn hoch und rief die Asen, die Vanen und die Geister der Umgebung herbei um bei diesem Feste munter herbei zu eilen und mit uns zu feiern. So ging das Methorn mehrmals durch die Runde und am Rande von uns bemerkten wir noch dass sich Loki, Thor, Odin und Tyr zu uns gesellt hatten. Loki schien dies sehr lustig zu finden unsere Prostsprüche und Opfergaben, denn er rollte sich vor Lachen auf dem Boden und auch Thor war sehr heiter. Wir machten eine Menge Quatsch dabei und mussten kräftig lachen, doch es war einfach herrlich. Und auch die Götter schienen ihren Spaß gehabt zu haben. Kurz vor dem Blot machten wir noch einen kleinen Schaukampf zwischen uns, und ich muss sagen, wir wären im Ernstfall sicher alle tot gewesen danach *gg*. Doch bereits während des Kampfes waren wir besoffen, und je weiter das Blot ging, umso trunkener und lustiger wurden wir. Wir erzählten viel über alte Sagen und Anschauungen der verschiedensten Art. Dann grillten wir, und obwohl wir garnicht vorhatten ein Speiseopfer zu bringen, so huschten ganz schnell 2 Speckscheiben ins Feuer. So gab es dann schließlich doch noch Essen was die Götter an sich nahmen, doch zu diesem Zeitpunkt waren eh nur noch Loki und Thor anwesend, die anderen hatten sich verflüchtigt. Am Ende des Abends beendete ich das Blot feierlich und wir alle begaben uns ins Bett, unser Gleichgewichtssinn hatte bereits gelitten. Am nächsten Tag begutachteten wir den Schaden unserer Schwerter, und ich musste feststellen, mein Sax schien nicht zum Schaukampf geeignet, es hatte eine Menge Scharten bekommen. Doch ich muss trotzdem jetzt im Nachhinein sagen, ich will wieder kämpfen, doch mit einem Kurzschwert. Irgendwie find ich das schöner solche kleineren Klingen als diese großen von den 1-Händern und den noch längeren Schwertern.

Sonntag, 18. Februar 2007

Mein erster Blot

Habe am Samstag meinen allerersten richtigen Blot zusammen mit andren gefeiert. Das war schön das ganze :-)!

Wir waren da in der Nähe der Burg Frankenstein auf einem Kraftplatz bei dem auch andre Leute ihre Feste feiern sollen wie ich gehört habe. Na wie dem auch sei, wir stellten dort unsre Sachen und die Thermosflasche mit heißem Met an einen Baumstamm der da rumlag und den Platz zu begrenzen schien. Dann rief ich in Gedanken so die vielen Götter der Asen und der Vanen herbei und es wurde in einem Abstand von vielleicht 30 Metern kreisrund um uns neblig, der Nebel war vielleicht so 2 Meter hoch, darüber war alles klar. Dann fingen wir an und die 5 Kinder die dabei waren stellten sich zusammen mit ihren Müttern(also es waren 2 Mütter, eine hatte 3 Kinder, die andre auch 3 aber da wollte eins net mitmachen und hatte sich in einiger Entfernung wohin gesetzt) mir gegenüber. Ich schaute dabei in Richtung Norden und rief die Götter laut an sich zu versammeln für diese Feier. Dann malte ich mit einem Stock in die Erde die Gebo-Rune und füllte dann das erste Horn Met und prostete auf Odin und sagte noch ein paar andre Sachen dazu. Ich nahm einen Schluck aus dem Horn und reichte es weiter und die andren sagten teilweise noch ein paar Danksprüche und ähnliches nachdem sie auch einen Schluck aus dem Horn getrunken hatten. Dann opferte ich den Rest der im Horn war über der Geborune. Das Gleiche machte ich danach mit dem Gott Thor und wieder wurde das Horn in der gleichen Prozedur herumgereicht und schließlich der Met im Horn geopfert. Dann sangen wir zusammen ein Lied und danach sang jeder ein Lied, dass ihnen so grad im Kopf war. So war es dann recht lustig, während ich angeheitert vom Met ein wenig bei den Liedern schunkelte.

Das war im Grunde genommen das Blot, doch da war noch mehr. Als ich anfing die Götter zu rufen spürte der Sohn der einen Mutter ein Kribbeln von Kopf bis Fuß und dann schaute er auf den Kompass der er sich am Vormittag gekauft hatte und bei dem drehte sich die Nadel wie verrückt im Kreis. Als ich auf Thor prostete war ein Blitz zu sehen und ein entfernter Donner, obwohl der Himmel völlig klar war. Die beiden Mütter berichteten dass sie viele Wesenheiten gespürt hätten, die allesamt friedlicher Natur waren und eine derart gewaltige geballte Energie besaßen, dass sie fast schon Kopfschmerzen bekamen. Außerdem nahm ich während des Blots zu meiner Linken Odin und zu meiner Rechten Thor bildlich wahr.


So empfand ich das ganze Fest als sehr gelungen und fühle mich im Nachhinein pudelwohl :oD.

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